Straße der Romanik

Halberstadt

Magdeburg

Der Harz

Quedlinburg

Oschersleben

Wernigerode

Sonstiges


Straße der Romanik

Die Kultur des Mittelalters gelangte in Sachsen-Anhalt zu höchster Blüte. Wo Kaiser und Könige einst ihre Pfalzen erbauen ließen, kann der Besucher auch heute noch Bauwerke von großer historischer Bedeutung besichtigen. Etwa 300 Jahre in der Zeit von 950 bis 1250 war Sachsen-Anhalt ein Zentrum europäischer Politik und Kultur. Neben dem Rheinland ist diese Region die größte Schatzkammer romanischer Kunst in Deutschland. Wer dem steinernen Kalender deutscher Geschichte mit seinen rund 70 exemplarischen Objekten in unserem Bundesland folgt, wird einen faszinierenden Einblick in dieses ferne Zeitalter bekommen.

Die wichtigsten Wegpunkte in der Region:


Halberstadt

Am Nordrand des Harzes, mitten in Deutschland, 19 Kilometer südwestlich von Kroppenstedt, liegt das "Tor zum Harz". Im frühen und hohen Mittelalter gehörte Halberstadt zu den bedeutendsten Bischofsstädten Deutschlands. In ihr residierten Bischöfe, die maßgeblich Anteil an der deutschen Reichsgeschichte hatten. Sie schmückten ihren Sitz mit großen Sakralbauten, die noch heute die Silhouette der Stadt prägen. Im Jahre 804 erfolgte die Gründung des Bistums durch Kaiser Karl den Großen und 989 übertrug Otto III. an den Halberstädter Bischof das Markt-, Münz- und Zollrecht.

Berühmt wurde Halberstadt durch seine hervorragenden Baudenkmale. Die mittelalterlichen Fachwerkensembles wurden im Jahr 1945 weitgehend zerstört, aber durch starkes Engagement zu großen Teilen wieder aufgebaut.

Der Dom mit dem Domschatz

Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus wurde in 250 Jahren Bauzeit errichtet. Romanische und gotische Bauelemente wechseln sich ab, Rund- und Spitzbögen stehen nebeneinander. Kostbare Schätze aus der Romanik birgt der Domschatz - die größte Sammlung mittelalterlicher Kunst, die je in einer Kirche erhalten blieb. Ganz oben an stehen die romanischen Wirkteppiche aus der Zeit um 1150 und 1170, die "Halberstädter Sitzmadonna" und der Stollenschrank. Aber ebenso bedeutsam ist die spätromanische Triumphkreuzgruppe über dem Lettner des Doms und der ebenfalls im Dom stehende Taufstein von 1195.

Die Liebfrauenkirche

Sie ist ein herausragendes Beispiel romanischer Kunst in Mitteldeutschland. Die Kirche ist als viertürmige Pfeilerbasilika errichtet worden. Im Westen befindet sich an ungewöhnlicher Stelle ein gotischer Kreuzgang, in dem heute eine Fachwerkarchitekturausstellung zu sehen ist. Erwähnenswert sind die beiden Chorschranken und das spätromanische Triumphkreuz.

weitere Sehenswürdigkeiten:


Magdeburg

Magdeburg ist die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts und 36 Kilometer von Kroppenstedt entfernt. Die günstige Lage an der Elbe hat der Stadt über Jahrhunderte eine wechselvolle Geschichte auferlegt. Kaiser Otto der Große erhebt diesen bedeutenden frühen Handelsplatz der Karolinger zum Erzbistum, macht ihn nach dem oströmischen Byzanz zum "dritten Rom", zu einem der Zentren der damaligen Welt. Lange wird um das Land an der Elbe gerungen, wird mit Klöstern, Kirchen und Burgen der Einflussbereich von Kreuz und Krone immer weiter ausgedehnt. Magdeburg ist die Geburtsstadt des Komponisten Georg Philipp Telemann, dessen Schaffenskraft als unerschöpflich gilt. An ihn erinnert das Denkmal "Telemann und die vier Temperamente"

Der Magdeburger Reiter und das Kulturhistorische Museum

Die berühmte Bronzekopie steht auf dem Markt vor dem barocken Rathaus und stellt wahrscheinlich Otto I. dar, der das Erzbistum Magdeburg im Jahre 968 als Zentrum der Slawenmission gründete. Das Original der monumentalen, um 1240 entstandenen Sandsteinskulptur befindet sich im Kulturhistorischen Museum. Das Gebäude in der Otto-von-Guericke-Straße wurde zu Beginn unseres Jahrhunderts erbaut uns 1906 als Kaiser Friedrich Museum für Kunst und Kunstgewerbe seiner Bestimmung übergeben. Durch Stiftungen und Zuwendungen besitzt das Haus trotz riesiger Kriegsverluste noch immer bemerkenswerte Bestände an Möbeln, Tapisserien, Kunsthandwerk, Malerei und Grafik. Hinzu kommen Zeugnisse der fast 1200-jährigen Geschichte Magdeburgs.

 

Der Dom St. Mauritius und St. Katharina

Der Dom, dessen Bau 1209 begonnen wurde, ist ein einzigartiges Monument des Übergangs der Spätromanik zur Gotik. Er ist der älteste gotische Dom auf deutschem Boden. Beachtung verdient auch die grandiose Bauplastik, etwa - an der so genannten Paradiespforte - die Figuren der klugen und törichten Jungfrauen (um 1250) mit ihrer unvergleichlichen Mimik

Das Kloster Unserer Lieben Frauen

Unweit des Ehrenmals für die Gefallenen des 1. Weltkrieges befindet sich die bedeutende romanische Anlage mit ihren wuchtigen Rundtürmen. Das Kloster wurde vom 11. - 13. Jahrhundert errichtet und beherbergt ein Museum für sakrale Plastik, die Liebfrauenkirche dient als Konzertsaal.

sonstige Sehenswürdigkeiten:


Der Harz

Der waldreiche Harz liegt in der Mitte Deutschlands und ist das nördlichste deutsche Mittelgebirge. Die höchste Erhebung ist der sagenumwobene Brocken (1142 Meter). Bis 1990 war das Gebirge von der deutsch-deutschen Grenze durchschnitten.

Der Harz offenbart sich seinen Besuchern mit tausend verschiedenen Gesichtern. Ein ganz besonderer Reiz liegt in seiner höchst abwechslungsreichen Landschaft mit einer Fülle an Naturschönheiten.

Viele Spuren des über tausendjährigen Bergbaus, zahlreiche mittelalterliche Fachwerkstädte und eine Vielzahl kunsthistorischer Sehenswürdigkeiten, wie stolze Burgen, Schlösser und grandiose Sakralbauten, machen einen Urlaub hier zu einer spannenden Reise durch die Geschichte. Überall stößt man auf Sagen, Mythen und Märchen, sowie auf Harzer Brauchtum.

Die Harzer Schmalspurbahnen

Darüber hinaus lockt eine Fahrt mit einer der Harzer Schmalspurbahnen, welche schnaufend das Gebirge durchqueren. Die Fahrt mit einer der insgesamt drei Bahnen gehört sicher zu den schönsten Erlebnissen eines Harzbesuches. Mit einer Gesamtlänge von 141,5 Kilometern bilden sie Europas größtes zusammenhängendes Schmalspurnetz.

Die Harzquerbahn durchquert den Harz auf der Strecke von Wernigerode nach Nordhausen. Mit der Brockenbahn gelangt man auf den Gipfel des Berges. Die Selketalbahn ist der romantischste Teil des Netzes und gilt längst als Geheimtipp für Naturfreunde.

Der Brocken

Den sagenumwobenen Brocken kann man entweder zu Fuß, auf verschieden langen Wanderwegen, oder mit der Brockenbahn erreichen. Auf dem kahlen Gipfel informiert das Brockenmuseum über die Geschichte des Berges und des Nationalparks. Die Chance die viel gerühmte Fernsicht (bis 125 Kilometer im Umkreis) zu genießen ist jedoch sehr gering, denn über 300 Tage im Jahr ist der Berg umwölkt bzw. umnebelt.


Quedlinburg

Am Nordrand des Harzes liegt in einer reizvollen Hügellandschaft am Ufer der Bode das tausendjährige Quedlinburg. Mit einem geschlossenen historischen Stadtbild und etwa 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten gehört die Kreisstadt zu den größten Flächendenkmälern in Deutschland. Auf einem Rundgang durch die Innenstadt entdeckt man zum Beispiel das prächtige Rathaus mit seinem historischen Festsaal, welches 1310 entstanden ist und zur damaligen Zeit schon ein außergewöhnlich großer Bau war und somit ein Zeichen der wirtschaftlichen Kraft der aufstrebenden Stadt. Die Entfernung von Kroppenstedt beträgt 29 Kilometer.
Die Stiftskirche und das Schloss

Auf einem steilen Sandsteinfelsen hoch über den Dächern der Stadt erheben sich die Türme der romanischen Stiftskirche und die Schlossgebäude. Hier hat vor 1000 Jahren mit König Heinrich I. die deutsche Geschichte angefangen. Hier soll er im Mai 919 von seiner Wahl zum ersten deutschen König erfahren haben. In seiner Lieblingspfalz auf dem Schlossberg wurde er 936 begraben. Im gleichen Jahr gründete seine Gemahlin Mathilde hier das Kaiserliche Freiweltliche Frauenstift, dessen Äbtissinnen jahrhunderte lang die Geschichte der Stadt mitbestimmten. In der Stiftskirche ist der Domschatz zu bewundern. Das Schlossmuseum mit seinen stilvollen Residenzräumen ist ebenfalls zu besichtigen.

weitere Sehenswürdigkeiten:


Oschersleben

Der Motopark

Nur 17 Kilometer entfernt liegt der Motopark, die modernste und höchsten Sicherheitsstandarts entsprechende Rennstrecke Europas. Er ist die dritte permanente Rennstrecke Deutschlands. Im Juni 1996 begannen die Arbeiten und bereits am 25. Juli 1997 wurde der MOTOPARK Oschersleben eröffnet. Die umsichtige Planung war bald von Erfolg gekrönt: Die Weltmotorsportverbände gaben dem MOTOPARK ihr Prädikat "Formel 1 - tauglich".

Die Strecke

Die Strecke hat eine Gesamtlänge von 3,667 Kilometern bei einer Breite von 11-13 Metern. Sie ist teilbar in 2 Teilstrecken (2,435 und 1,155 Kilometer), die einen Betrieb mit 2 parallel verlaufenden Veranstaltungen ermöglichen. Der kleinere "C-Kurs" ist überdies zu bewässern, so dass eine Regenabstimmung getestet werden kann und auch Fahrsicherheitstraining mit Nässesimulation möglich sind.

Die Strecke weist insgesamt 23 Meter Höhenunterschied auf. Die schnellste Stelle befindet sich im Bereich der Start-/Zielgeraden, auf der theoretisch 280 km/h fahrbar sind. Recht beachtlich müssen insgesamt 14 Kurven von Fahrer und Material gemeistert werden.

Zusätzlich zu dieser Strecke enthält der Motopark auch eine Kartbahn, welche von Kartsportlern als eine der schönsten und interessantesten Strecken bezeichnet wird. Mit einer Länge von 1,018 Metern ist der Parcours tauglich für Kart-Weltmeisterschaften.


Wernigerode

Wernigerode wird auch "Die bunte Stadt am Harz" genannt. Sie ist in die reizvolle Mittelgebirgslandschaft eingebettet und Ausgangspunkt für viele verschiedene Ausflüge in den Harz. Etwa im 10. Jahrhundert entstand auf dem heutigen Klint um eine Niederungsburg eine Siedlung. Aus der kleinen Rodungssiedlung entwickelte sich bald ein Marktflecken mit regionaler Bedeutung. 1229 verliehen die Grafen von Wernigerode den Ort nach Goslarschem Vorbild das Stadtrecht. Sie liegt 42 Kilometer westlich von Kroppenstedt.

Das Schloss

Weithin sichtbar überragt das neogotische Schloss auf dem Agnesberg die Stadt. Es war Sitz der Grafen von Stolberg-Wernigerode und beheimatet heute das Schlossmuseum. Man kann es entweder zu Fuß oder mit der Schlossbahn erreichen.

Das Rathaus

 

 

Das historische Rathaus wurde 1277 erstmals erwähnt, soll jedoch schon vorher für verschiedene Feierlichkeiten des Grafen genutzt worden sein. 1494 wurde das Rathaus umgebaut und besonders der Gestaltung des Schaugiebels mit den 33 Holzfiguren an der Stirn und den Seiten des Gebäudes die Aufmerksamkeit gewidmet.

weitere Sehenswürdigkeiten:


Sonstiges

 

Burgruine Regenstein

Die Ruine ist die älteste deutsche Steinburg. Sie liegt 2 Kilometer nördlich von Blankenburg und ist in Sandstein gehauen. Auf der Burgruine finden in jedem Jahr die Ritterspiele statt.

Thale

Die Stadt liegt unmittelbar am Eingang zum Bodetal am nördlichen Harzrand. Die Felsengruppe der sagenumwobenen Roßtrappe und des Hexentanzplatzes sind mit dem Sessellift bzw. mit der Seilbahn zu erreichen. Unweit des Hexentanzplatzes befindet sich das Bergtheater Thale, Deutschlands älteste Naturbühne, mit 1300 Plätzen.